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Tonhalle Düsseldorf, Schumannfest und Robert Schumann Hochschule präsentieren jedes Lied, jedes Klavierstück, jede Symphonie des großen Romantikers.
Thomas Quasthoff, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Riccardo Chailly, Midori, Frank Peter Zimmermann, Thomas Zehetmair, Lars Vogt, Tobias Moretti und viele Ihrer international gefeierten Künstlerkollegen werden für exklusive Schumann-Produktionen nach Düsseldorf kommen.
Christoph Eschenbach
Foto: Eric Brissaud
Schumann lebte in Düsseldorf mit seiner Frau Clara und den sechs Kindern
und war als Musikdirektor der 17. Vorgänger unseres gefeierten GMD Andrey
Boreyko. Hier schrieb er in einem Schaffensrausch so großartige Musik wie
das Cello- und das Violinkonzert, das Oratorium „Das Paradies und die Peri“
und die „Rheinische“ Symphonie, hier durchlebte er glücklichste Momente
und Phasen tiefster Depression. Schumann kannte Karneval und Baulärm,
die Maxkirche, den Musikverein, den Rhein, Land und Leute.
Frank Peter Zimmermann
Foto: Franz Hamm
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Es ist Zeit für Schumann 2010 in Düsseldorf
Am 1. Januar beginnt Schumann2010 mit dem Neujahrslied von Robert Schumann in der Tonhalle und es endet mit Schumanns Adventlied im Dezember. Dazwischen liegen spannende 345 Tage Musik in einer echten Schumannstadt.
Schumann Heute
Es scheint, dass Schumann und seine Musik in ihrer Bedeutung für Zeitgenossen und Nachwelt erst heute im ganzen Ausmaß verstanden werden. Zum einen, weil sie bei aller hochfliegenden Romantik und ergreifenden Poesie
avantgardistisch ist und damit im gewissen Sinne quer zur Welt steht. Zum
anderen, weil der Mensch Schumann in seiner Bipolarität, in der ständigen
Zweigesichtigkeit seiner Welt- und Umweltbetrachtung dem modernen
Menschen verwandt scheint. Claus Spahn wagte folgende Behauptung in
der ZEIT am 12. November 2009: „Es gibt keinen anderen Komponisten des
18. und 19. Jahrhunderts, mit dem sich die Gegenwartsmusik so intensiv
auseinandersetzt wie mit Robert Schumann. Mit ihm sind wir auch im 21.
Jahrhundert noch lange nicht fertig.“
Kurzum: Es ist Zeit für Schumann2010 in Düsseldorf.
Das Jahr mit Schumann
„Unsere Absicht ist überhaupt nicht olympisch“, erläutert Intendant
Michael Becker die Grundidee von Schumann2010: „Natürlich kommen die
148 Opera und die vielen ungezählten Werke Schumanns zur Aufführung.
Allein in der Tonhalle werden es über 70 Konzerte sein, aber diese sehen
selten „nur“ Schumann. Vielmehr mischt er sich immer wieder ein.“ Die
populäre „Träumerei“ begleitet z.B. jedes Symphoniekonzert der Düsseldorfer
Symphoniker unter der Leitung von GMD Boreyko. Jede anders orchestriert,
von einem anderen Bearbeiter in Szene gesetzt. In dem großen Klavierzyklus
„Mein Schumann...“ stellen international renommierte Interpreten wie Eric Le
Sage, Anna Vinnitskaya, Kit Armstrong oder Rudolf Buchbinder Klavierstücke
von Schumann in Beziehung zu anderen Komponisten. Die großen
Symphonien erklingen nicht nur im originalen Schumann-Gewand, sondern
auch in der Fassung eines glühenden Bewunderers: Gustav Mahler. Das
Gewandhausorchester kommt dafür unter seinem Gewandhauskapellmeister
Riccardo Chailly für drei Tage nach Düsseldorf. Als Schumann-Botschafter
werden die Düsseldorfer Symphoniker Konzerte auf den Festivals von Linz
und Brünn und im Salzburger Festspielhaus geben.
Selten hat der Hörer die Gelegenheit, dem breiten Lied- und Chorschaffen
Schumanns so umfassend zu folgen. Die Aufführungen aller Chorballaden,
das "Requiem", "Genoveva", "Der Rose Pilgerfahrt", "Das Paradies und die
Peri" um nur einige zu nennen, verteilen sich über das Jahr. Mit Hermann
Max’ Aufführung der Bach’schen Johannespassion in der Schumann-Fassung
bekommt man darüber hinaus einen Einblick in die musikalische Arbeit, die
Schumann vor Ort in Düsseldorf geleistet hat.
Die zweite Jahreshälfte
In die zweite Jahreshälfte fällt die Aufführung des "Manfred". Der bekannte Wiener Maler und Videokünstler Johannes Deutsch (er zeichnete im Jahr 2000 für die spektakuläre 3D-Visualisierung von Mahlers 2. Sinfonie mit
Semyon Bychkov verantwortlich) lässt den Zuschauer die Handlung durch
die Augen des tragischen Helden Manfred erleben. Die Titelrolle wird durch
Burgschauspieler und Filmstar Tobias Moretti verkörpert. Musikverein und
Symphoniker stehen unter der Leitung von GMD Andrey Boreyko. Ein visuellmusikalisches
Meisterwerk erwartet den Besucher.
Schumannfest 2010 – Der Geburtstag
Zu jedem Geburtstag gehört ein Fest. Die Feier für Robert Schumann dauert
ganze 18 Tage: Rund um den eigentlichen Geburtstag am 8. Juni verdichten
sich die Schumann-Aktivitäten vom 28. Mai bis 14. Juni zu einem Festival,
das eine langjährige Tradition hat.
Thomas Hampson
Foto: Dario Acosta
Die Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf, 1979 mit dem Anspruch ins
Leben gerufen, das musikalische Erbe Schumanns und seiner Zeit künstlerisch
und wissenschaftlich zu pflegen und weiterzuentwickeln, legte 1981 mit dem
ersten Schumannfest den Grundstein für eine Reihe von hochkarätigen Festivals, die inzwischen unter der Intendanz von Christiane Oxenfort und Michael Becker von internationalen Stars der Klassik-Szene, viel versprechenden Newcomern, einem ideenreichen Programm und entsprechendem Zuspruch des Publikums getragen werden. Das Schumannfest feiert den Komponisten mit der Aufführung herausragenden Düsseldorfer Kompositionen wie der „Rheinischen“ Symphonie, dem Cello- und dem Violinkonzert und dem Oratorium "Das Paradies und die Peri". Frank Peter Zimmermann debütiert mit den Schumann-Violinsonaten; Christoph Eschenbach dirigiert erstmals Schumanns Orchester, die Düsseldorfer Symphoniker; Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin sind zu Gast. Zu den Gratulanten gehören außerdem Thomas Hampson, Janine Jansen, Paavo Järvi, Mario Venzago, Thomas Zehetmair und viele andere.
Thomas Zehetmair
Copyright Schumannfest Düsseldorf
Besondere Erwähnung verdient das Projekt "Von fremden Ländern und
Menschen". Im Rahmen dieses internationalen Liedzyklus’, gemeinsam
konzipiert und realisiert von Schumannfest und Goethe-Institut, ehren
renommierte Komponisten, Sänger und Musiker aus Korea, Taiwan, Norwegen,
Estland, Portugal, England und Argentinien Robert Schumann und geben
charakteristische Einblicke in ihre Musikkultur und ihren Zugang zum großen
Lied-Komponisten.
Seit einigen Jahren lädt das Schumannfest Düsseldorf einen bildenden
Künstler ein, seine Vorstellung von Robert Schumann im Rahmen der
jeweiligen Werbekampagne zu visualisieren. 2006 war es der Illustrator
Nikolaus Heidelbach, 2008 der Fotograf Philip Lethen, und für 2010konnte
der Maler, Performance-Künstler und Fotograf Stephan Kaluza für eine
Zusammenarbeit gewonnen werden.
Die Veranstalter
Schumann2010 in Düsseldorf ist ein gemeinsames Projekt des Schumannfestes bzw. der Robert-Schumann-Gesellschaft e.V. Düsseldorf, der Robert Schumann Hochschule und weiterer Partner mit der Tonhalle und den Düsseldorfer Symphonikern als Zentrum.
Karten für die Veranstaltungen der Tonhalle:
Telefon 0211. 8996123 • www.tonhalle.de
Karten für die Veranstaltungen des Schumannfestes:
Telefon 0211.133222 • www.schumannfest-duesseldorf.de
VITA- ROBERT SCHUMANN
* 8. Juni 1810 in Zwickau
† 29. Juli 1856 in Endenich
STATIONEN
8. Juni 1810: geboren in Zwickau
1828: Jurastudium in Leipzig
1829: Studium in Heidelberg
1830: Erste gedruckte Werke
1832: Fingerlähmung
1834: Gründung der „Neuen Zeitschrift für Musik“
1839/1840: Prozess mit Wieck wegen Erlaubnis zur Eheschließung mit Clara
12. September 1840: Heirat mit Clara Wieck
1843: Lehrer am Leipziger Konservatorium
1844: Reise nach Russland Umzug nach Dresden
1848: Gründung und Leitung des Vereins für Chorgesang in Dresden
1850: Stelle als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf
1853: Rücktritt von der Leitung der Abonnementskonzerte
27. Februar 1854: Selbstmordversuch
4. März 1854: Nervenheilanstalt in Endenich
29. Juli 1856: gestorben in Endenich
1979: Gründung der Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf
DÜSSELDORFER KOMPOSITIONEN:
• Neujahrslied op. 144
• Cellokonzert op. 129
• Rheinische Symphonie op. 97
• Ouvertüre zu Schillers „Braut von Messina“ op. 100
• Ouvertüre zu Shakespeares „Julius Caesar“ op. 128
• Märchenbilder für Viola und Klavier op. 113
• Der Rose Pilgerfahrt op. 112
• Der Königssohn op. 116
• Phantasiestücke op. 11
• Violinsonate Nr. 1 op. 105
• Klaviertrio Nr. 3 op. 110
• Violinsonate Nr. 2 op. 121
• Symphonie Nr. 4 op. 120, 2. Fassung
• Requiem op. 148
• Gesammelte Schriften
• Vom Pagen und der Königstochter op. 140
• Ouvertüre zu Goethes „Hermann und Dorothea“ op. 136
• Des Sängers Fluch op. 139
• Missa Sacra op. 147
• Das Glück von Edenhall op. 143
• Fughetten op. 126
• Kindersonaten op. 118
• Arbeit an den Faustszenen
• Ouvertüre über das Rheinweinlied op. 123
• Klavierkonzertsatz op. 134
• Violinphantasie op. 131
• Violinkonzert
• Märchenerzählungen op. 132
• FAE-Sonate
• Gesänge der Frühe op. 133
• Romanzen für Violoncello und Klavier
• Dichtergarten
• Geistervariationen
Quelle und Fotos: Schumannfest Düsseldorf
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