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1975 starb während der Proben zu "Endspurt" von Peter Ustinov an Alfons Höckmanns Düsseldorfer "Komödie" der Schauspieler und Regisseur Günther Lüders. "Er gehörte zu den leisesten, genauesten, besten Schauspielern seiner Generation", schrieb damals die "Zeit". Der hagere, sympathische Norddeutsche stand über 50 Jahre auf deutschen Theaterbühnen, spielte in über hundert Film- und Fernsehrollen und bleibt als Rezitator der geliebten Dichter Ringelnatz, Morgenstern oder Busch unvergessen. Unter dem Titel "Günther Lüders: 'Ich war nie ein Star'" präsentieren das Theatermuseum und das Filmmuseum der NRW-Landeshauptstadt jetzt eine Ausstellung, die von der Herbert-Ihering-Gesellschaft erarbeitet wurde.
Liebe auf krummen Beinen (D 1959), Quelle: Filmmuseum Düsseldorf
Talent für komische Rollen
Im Laufe von Lüders' Karriere, die in seiner Heimatstadt Lübeck in Rollen jugendlicher Liebhaber begann, kristallisierte sich immer mehr sein Talent für komische Rollen heraus. Zu den Bühnen, an denen er engagiert war, gehörten unter anderem Häuser in Berlin, Hamburg und München. Gustaf Gründgens holte den Schauspieler 1947 nach Düsseldorf, wo er bis 1954 mit zahlreichen Bühnenfiguren und eigenen Inszenierungen das Publikum begeisterte. Von 1959 bis 1963 übernahm Lüders die Leitung des Württembergischen Staatsschauspiels. Seinen letzten Bühnenauftritt hatte er 1974 unter der Regie von Peter Zadek in Bochum mit der Titelrolle in "Professor Unrat" nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann.
Anfang der 30er-Jahre kam Lüders zum Film und absolvierte dort mehr als 100 Rollen. Meist spielte er prägnante Nebenfiguren und konnte auch hier sein komisches Talent hervorragend zum Ausdruck bringen. Unvergessen bleibt seine Darstellung des Matrosen Jens in dem von Helmut Käutner inszenierten Film "Große Freiheit Nr. 7" (1944). Zu den seltenen Hauptrollen, die Lüders auf der Leinwand verkörperte, zählt Joe Stöckels Filmversion von "Der Etappenhase" (1937). Im deutschen Nachkriegsfilm wurde Lüders häufig mit Klamaukrollen besetzt, am überzeugendsten war er in Filmen von Kurt Hoffmann, etwa in "Das Wirtshaus im Spessart" (1957).
Foto: Günther Lüders in Buddenbrooks (D 1959), Quelle: Filmmuseum Potsdam
Die Ausstellung der Herbert-Ihering-Gesellschaft, die vom 7. Mai bis 1. August im Theatermuseum und im Filmmuseum Düsseldorf zu sehen ist, zeigt neben bekannten Rollen- und Szenenfotos auch bisher unveröffentlichtes Material aus dem Nachlass von Günther Lüders. Einfühlsam zeichnet sie den Weg des Lübecker Kaufmannssohnes durch sieben Jahrzehnte nach, von seinen Lehr- und Wanderjahren in den "Goldenen Zwanziger Jahren", dem Konflikt mit dem NS-Regime und der daraus folgenden "Überlebensstrategie" bis zum ernsthaften Bemühen nach 1945 um "mehr Menschlichkeit und Frohsinn in dieser Welt" (Lüders).
Hörstationen machen darüber hinaus mit dem Rezitator Günther Lüders bekannt. Seine unverwechselbare, norddeutsche Stimme prägt auch heute noch eine Reihe von Tonaufzeichnungen mit Werken von Ringelnatz, Morgenstern, Busch oder Matthias Claudius. Darüber hinaus begleitet eine kleine Filmreihe die Ausstellung.
Das Theatermuseum, Jägerhofstraße 1, ist dienstags bis sonntags von 13- 20.30 Uhr geöffnet. Im Filmmuseum, Schulstraße 4, gelten folgende Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11-17 Uhr, mittwochs 11-21 Uhr. Der Eintritt in beiden Häusern: jeweils drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Weitere
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Filmmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
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40213 Düsseldorf
Telefon: 0211/899-2232 Kasse (täglich, außer montags ab 11.00 Uhr)
Das Filmmuseum liegt im Herzen der Altstadt. So können Sie einen Museumsbesuch mit einem Einkaufsbummel oder dem Besuch einer Gaststätte an der “längsten Theke der Welt“ verbinden.
mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie das Filmmuseum über:
Haltestelle Heinrich-Heine-Allee:
U-Bahn70, U74, U75, U76, U77, U78, U79
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Haltestelle Benrather Straße:
703, 706, 712, 713, 715
Direkt unter dem Museum befindet sich das Altstadt-Parkhaus.
Sie erreichen es über den Rheinufertunnel. Vom Ausgang Schulstraße gehen Sie nur wenige Schritte nach rechts in Richtung Rheinuferpromenade. Das Filmmuseum liegt direkt am Alten Hafen, in unmittelbarer Nähe der Fußgängerzone und der "längsten Theke der Welt.
Theatermuseum Düsseldorf
Jägerhofstrasse 1
40479 Düsseldorf
Telefon: 0211.89-96130 oder 89-94680
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Öffnungszeiten des Theatermuseums:
Di – So 13:00 – 20:30 Uhr
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