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Ausstellung: von der Heydt Museum - Zeitraffer E-Mail
 Zeitraffer
Kunst aus fünf Jahrhunderten
Joachim Patinirs "Landschaft mit Hl. Hieronymus", entstanden um 1515 ist das früheste Werk der neuen Sammlungspräsentation.
Laufzeit: 14.09.2010 - 13.02.2011


Es bildet den chronologischen Auftakt zum Gang durch fünf Jahrhunderte Kunstfgeschichte. Zu den Höhepunkten des Gemäldebestandes niederländischer Malerei gehören sicherlich auch die beiden Gemälde "Stilleben mit Wildschweinkopf" (1640/50) des Rubens-Mitarbeiters Frans Snyders und die" Waldlandschaft" von Jacob van Ruisdael (um 1650). 
 
Mit ca. zwanzig Gemälden der deutschen Romantik und des Biedermeiers ist in der aktuellen Ausstellung "Zeitraffer" der Weg von der verinnerlichten Kunstauffassung der Romantik, die in zahlreichen Landschaftsbildern zum Ausdruck kam, zu einer neuen geschärften Sicht auf die Dinge zu verfolgen. Im Zentrum der Biedermeiermalerei stand die Porträtkunst; Meister wie der Düsseldorfer Maler Johann Heinrich Kolbe und der Wiener Ferdinand Georg Waldmüller studierten jedes Detail und legten ihr ganzes Können in die Wiedergabe von Stoffen und Materialien. 
 

August Macke, Mädchen mit Fischglas, 1914
Öl auf Leinwand
Von der Heydt-Museum, Wuppertal 

 

Wilhelm Leibl
übertrug die Genauigkeit des Blicks auf einfache Dinge und Menschen und beeinflusste mit seinem "reinmalerischen" Stil viele Künstler seines Umkreises. Arnold Böcklin, Anselm Feuerbach, und Hans von Marées, die so genannten Deutschrömer wandten sich in dieser Zeit, als die französische Kunst an Bedeutung gewann, stattdessen nach Italien, wo sie ein der modernen Zeit enthobenes Lebenkultivierten. Der Aufbruch in die Moderne ist auf der französischen Seite bei Corot, Courbet, Toulouse-Lautrec, Sisley und Félix Vallotton nachzuverfolgen. Max Liebermann, Lovis Corinth und Edvard Munch stehen für die große Vielfalt des Kunstgeschehens in Deutschland nach der Jahrhundertwende. Die Künstler der französischen und deutschen Moderne setzen eigene Akzente, die sich in Relation zur Entwicklung des ebenfalls im Herbst/Winter 2010/2011 in einer großen Retrospektive vorgestellten Pierre Bonnard sehen lassen.

 Leibl, Wilhelm, Der Spargroschen, 1877
Öl auf Holz
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

 

 

 

 

 

 

 

 



Max Beckmann
ist in der jetzigen Sammlungsauswahl mit Werken aus vier Jahrzehnten präsent und steht somit stellvertretend für Maler, die auch in der folgenden Zeit nach einer zeitgemäßen Form figurativer Malerei suchten. Kandinsky dagegen kam bei seinem Streben nach individuellem künstlerischem Ausdruck von der figurativen zur gegenstandslosen Kunst.

 Scully, Sean, Dark Light, 1998
Öl auf Leinwand
Von der Heydt-Museum, Wuppertal


 

 

 

 

 

 

 



Paul Klee
kommt in der Präsentation ein prominenten Platz zu; besonders hervorgehoben ist auch die Auswahl von Grafiken der beiden kritisch und gesellschaftspolitisch engagierten Künstler der ersten Jahrhunderthälfte Georg Grosz und Otto Dix. Aus der grafischen Sammlung wird weiter eine Serie von Beuys-Zeichnungen präsentiert. Picasso, Schlemmer, Klapheck, Richter und Bacon sind illustre Namen der Nachkriegsmoderne, deren Werke innerhalb der Von der Heydt-Sammlung in einen spannungsvollen Dialog treten. Auf der Seite der gegenstandslosen Kunst sind es Joseph Albers und Lucio Fontana, die der modernen Abstraktion nachhaltig neue Impulse gaben. Die jüngsten Werke, die in der Sammlungspräsentation gezeigt werden, sind Tilo Baumgärtels "Der Sturm" (2008) und Daniel Lergons "Medusa" (2009).

 
vdhy-logo_gold.jpgVon der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal

 

 

 

 

Quelle und Fotos: von der Heydt Museum

 

 

 

Unsere Meisterwerke vom Expressionismus bis heute
Retour de Paris 
Mit der Ausstellung "Retour de Paris" kehrt die Sammlung ins Von der Heydt-Museum zurück.
Laufzeit: 02.04.2010 - 01.08.2010


Während bei uns die Monet-Ausstellung im Mittelpunkt stand, fanden Meisterwerke aus unserer Sammlung in den zurückliegenden Monaten immer wieder als Werbemotive Verbreitung: Mit dem Fuchs von Franz Marc warb das Sprengel Museum in Hannover für seine Ausstellung „Marc, Macke und Delaunay“ , Das „Selbstbildnis als Krankenpfleger“ von Max Beckmann wurde im Madrider Museum Thyssen-Bornemisza für die Ausstellung „1914. Die Avantgarde und der große Krieg“ publikumswirksam eingesetzt. Das Musée Marmottan Monet, Paris, zeigte parallel zu unserer Monet-Schau 40 expressionistische Werke unseres Museums unter dem Titel „Fauves et Expressionnistes. Chefs d’oeuvre du Musée von der Heydt“. Das „Mädchen mit Pfingstrosen“ von Jawlensky war großformatig am Museumsgebäude zu sehen. Nachdem die Ausstellung unserer Meisterwerke in Paris mehr als 100.000 Besucher angelockt haben, sind die Fauvisten und Expressionisten nun wieder zurück, für die das Von der Heydt-Museum berühmt ist!

Von der Heydt Museum WuppertalFranz Marc
Fuchs, 1911
Leinwand, 50 x 63 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

Seit dem 2. April ist wieder eine Auswahl hochkarätiger Werke aus eigenem Besitz zu sehen. Lag der Schwerpunkt der Sammlungspräsentation im zurückliegenden Jahr auf Werken des 19. Jahrhunderts, so erweist sich die aktuelle Neupräsentation nun für den Besucher als Zeitreise durch die Kunst des 20. Jahrhunderts. Die chronologische Hängung beginnt mit Cézanne, Gaugin und van Gogh. Es folgen die Fauvisten und deutschen Expressionisten. Nicht allein die Franzosen oder der ausgezeichnete Bestand an expressionistischer Malerei und Grafik machen aber den Ruhm der Von der Heydt-Sammlung aus. Gerade auch die Malerei, die zwischen den beiden Weltkriegen entstand, ist in einer Vielfältigkeit zu erleben, wie sie in kaum einem anderen Museum zu finden ist. Die Maler der Neuen Sachlichkeit gehören dazu, darunter Otto Dix, Georg Scholz oder Heinrich Maria Davringhausen, die Gemälde aus dem Künstlerkreis der Kölner Progressiven genauso wie die verschiedenen Konzepte gegenstandsloser Kunst.

Max BeckmannMax Beckmann
Selbstbildnis als Krankenpfleger, 1915
Öl auf Leinwand, 55,5 x 38,5 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Im Shed-Saal wird die Malerei der fünfziger Jahre (Nay, Schumacher, Brüning) mit den vielen Variationen figurativer und abstrakter Malerei konfrontiert, die in der 2. Jahrhunderthälfte entstand. Klapheck, Robert Indiana, Warhol, Polke und Richter gehören hier zu den illustren Namen. Und es sind natürlich viele der großen, singulären Künstlerpersönlichkeiten, die sich jeder Kategorisierung, entziehen: Max Beckmann steht für die erste Jahrhunderthälfte, Francis Bacon für die zweite, und weder auf die erste noch auf die zweite Jahrhunderthälfte lässt sich Picasso Oeuvre festlegen.

Es ist uns auch im vergangenen Jahr gelungen, die Sammlung zu erweitern. Erstmalig präsentieren wir das Gemälde von Otto Dix, "Wald am Morgen", entstanden 1940 am Bodensee, wohin Dix, der unter den Nazis als 
"entarteter Künstler“ galt, sich ab 1936 zurückgezogen hatte. Das Gemälde wurde dem Museum erst kürzlich aus Privatbesitz geschenkt. Eine Auswahl von Arbeiten Otto Dix’ aus der grafischen Sammlung erweitert den Einblick in das Schaffen dieses engagierten Künstlers. Und noch ein weiterer Schatz der grafischen Sammlung, der an andere Museen ausgeliehen war, ist wieder bei uns ausgestellt: die Aquarelle von Paul Klee.

Karl Schmidt RottluffKarl Schmidt-Rottluff
Zwei Frauen, 1914
Öl auf Leinwand, 101,5 x 87 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Dekade des 21. Jahrhunderts spiegelt sich in weiteren Neuankäufen und Dauerleihgaben. Dazu gehören Stücke aus dem bereits im vergangenen Jahr gezeigten „Klaus Rinke-Block“, sowie die Künstler Daniel Behrendt, Daniel Lergon, Jan Albers und Thilo Baumgärtel. Bei der Heterogenität heutiger Kunst legitimiert sich das Konzept, die Sammlungserweiterung auf den bereits im Museum vertretenen Richtungen von Figuration und Abstraktion aufbauen zu lassen.

Und: Zur Neupräsentation erscheint ein neuer Publikumsführer!


AUSSTELLUNGSORTE:


vdhy-logo_gold.jpgVon der Heydt-Museum
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Montag geschlossen

Historisches Zentrum
Museum für Frühindustrialisierung

Engels-Haus
Engelsstr. 10/18
42283 Wuppertal
Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr
Montag geschlossen

CityKirche Elberfeld
Kirchplatz 2
42103 Wuppertal
Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr

Völkerkundemuseum der Archiv- und Museumsstiftung der VEM
Missionsstrasse 9
42285 Wuppertal
Tel.: 89004-841
Montag bis Donnerstag 9 bis16 Uhr
Freitag 9 bis13 Uhr
jeden ersten und jeden letzten Sonntag im Monat 14 bis17 Uhr

Eintritt: 8 € / erm. 7 €
 

 

 

Quelle und Fotos : von der Heydt Museum

 

 

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