Edel:Motion präsentiert die 1. Staffel
Zarah – Wilde Jahre
Die neue Serie Zarah – Wilde Jahre, die donnerstags um 21.00 Uhr bei ZDFneo ausgestrahlt wird, wird ob der erwähnten prekären Inhalte ganz sicher für reichlich Gesprächsstoff bei den Zuschauern sorgen, denn bis dato gab es im deutschen TV solch eine – durchaus provokante und plakative – Darstellung des Journalistenalltags in den 70er-Jahren noch nicht.

„Der Abwehrkampf der Alpha-Männer gegen Frauen in Führungspositionen, Sexismus in den Medien, häusliche Gewalt, ungleiche Bezahlung, der ganz alltägliche Chauvinismus – das sind Themen, die in den 70ern auf die Agenda kamen und 2017 nichts an Brisanz verloren haben.“ – Zarah-Drehbuchautoren Eva & Volker A. Zahn

FilmTipps: Edel:Motion - ZarahHamburg, 1973. Als die junge feministische Autorin und Aktivistin Zarah Wolf (überzeugend: Claudia Eisinger, u. a. 13 Semester, Wir sind die Neuen, Mängelexemplar) das Angebot des renommierten Verlegers Frederik Olsen (Uwe Preuss, Deutschland 83, Polizeiruf 110, Der gleiche Himmel) bekommt, Mitglied der Redaktion seiner auflagenstarken Illustrierten „Relevant“ zu werden, sieht die engagierte Journalistin die Gelegenheit gekommen, das Thema der Emanzipation machtvoll voranzutreiben und kehrt vom „Swinging London“ in die Hansestadt zurück. Schnell muss Zarah erkennen, dass sich mancher Kollege auf den großgemusterten Schlips getreten fühlt und der Widerstand der misogynen Männerkaste – von alltäglichen Macho-Allüren über blanke Ignoranz bis zur konsequenten Besitzstandswahrung – unüberwindlich scheint.
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Zarahs Themen sind substanziell, für die meisten männlichen Mitarbeiter jedoch nur „Gedöns“: der Kampf gegen den § 218, der Abtreibung mit Zuchthaus sanktioniert oder gegen einen virulenten, alltäglichen Sexismus, gegen eheliche Gewalt an Frauen, die meist straffrei bleibt und für Gleichberechtigung auf allen Ebenen.

Um sich gegen Olsen, Chefredakteur Hans-Peter Kerckow (Torben Liebrecht, Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma, Morgen hör ich auf, Happy Burnout), den konservativen Politikchef Schaffelgerber (Jörn Hentschel, Alarm für Cobra 11, Die Dasslers), den testosterongesteuerten Kulturredakteur Hartwig (Ole Puppe, Heiter bis tödlich, Notruf Hafenkante) oder den cholerischen Chefgrafiker Balkow (Leon Ullrich, Stromberg, Eichwald MdB, Er ist wieder da) durchzusetzen, geht Zarah riskante Wege und lässt sich bald auf einen Machtkampf um die Führung der Redaktion ein. Dass sich Verlegertochter Jenny (Svenja Jung, Die Mitte der Welt), die ihr Olsen als Volontärin zuordnet, in Zarah verliebt, macht die Sache nur noch komplizierter. Und Zarah muss sich klar darüber werden, was sie für ihre Karriere und ihre politischen Ziele bereit ist zu opfern.

Zarah – Wilde Jahre vereint gesellschaftspolitische Zeitgeschichte und persönliche Dramen mit skurrilen, fast schon bizarr anmutenden Szenen, und die unprätentiös aufspielenden Darsteller verkörpern ihre ambivalenten Figuren absolut glaubwürdig. Bis ins kleinste Detail authentisch ausgestattet (Kostüme und Kulissen stammen fast alle aus der Zeit), ist Zarah nicht nur für Zeitzeugen und Seventies-Fans eine optische Retrospektive: von Fahrzeugen und zumeist piefiger Einrichtung über die Mode, Frisuren und kulinarischen Finessen wie Ragoût fin – bis hin zu reichlich Alkohol und Zigarettenqualm am Arbeitsplatz. Schon allein durch zahlreiche amüsante Verweise auf die damalige Medienlandschaft, teilweise mit realen TV-Aufnahmen im Splitscreen, werden die Zuschauer direkt in die „wilden“ 70er-Jahre zurückversetzt, als man z. B. bei Talkshows noch skandalös blankzog und auch gerne mal das Studiomobiliar von aufgebrachten Gästen mit der mitgeführten Axt beinahe zerlegt wurde. Zeitgemäß ist auch die tolle Hintergrundmusik mit unvergesslichen Hits von T. Rex, The Doors, Eric Burdon, The Mamas & The Papas, Ten Years After, den Stones, Curtis Mayfield, Aretha Franklin, Joni Mitchell, Simon & Garfunkel und vielen anderen Größen dieser Dekade…




Edel:Motion präsentiert die 1. Staffel
Zarah – Wilde Jahre
Darsteller: Claudia Eisinger, Uwe Preuss, Torben Liebrecht, Jörn Hentschel, Ole Puppe
Regisseur(e): Richard Huber
Künstler: Janet Selçuk, Eva Zahn, Petra Kilian, Iris Baumüller, Lasse Scharpen, Torsten Többen, Knut Hake, Zazie Knepper, Robert Berghoff, Jan Kromschröder, Kerstin Kroemer, Johannes Frick-Königsmann, Nina Manhercz, Volker A. Zahn, Eva Holtmann
Format: Dolby, PAL
Sprache: German (Dolby Digital 2.0)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Edel Germany GmbH
Erscheinungstermin: 27. Oktober 2017
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 270 Minuten




Quelle und Foto: Glücksstern PR, Copyright Edel:Motion










































































































































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