Unheimlich real – Große Sonderausstellung
Italienische Malerei der 1920er Jahre
Die groß angelegte Ausstellung Unheimlich real. Italienische Malerei der 1920er Jahre präsentiert mehr als 80 Gemälde des Magischen Realismus, eine Kunstbewegung, die in Italien nach dem Ersten Weltkrieg entsteht.

Laufzeit: 28.09.2018 – 13. 01.2019


Herausragende Werke wichtiger Protagonisten wie Felice Casorati, Antonio Donghi und Ubaldo Oppi sind ebenso in der Schau vertreten wie die einflussreichen Gemälde von Giorgio de Chirico und Carlo Carrà. Überwiegend stammen die Werke aus Privatsammlungen, viele sind erstmals überhaupt in Deutschland ausgestellt.

Foto: Carlo BaroniUbaldo Oppi, „Ritratto della moglie sullo sfondo di Venezia“,
1921, Collezione Privata Roma,
Foto: Carlo Baroni


Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges, kehren europaweit sowie in den USA viele Künstler ab 1918 zu einer realistischen Darstellung zurück und wenden sich zunehmend vom Expressionismus ab. Die Darstellung der Realität ist in Italien von besonderer Intensität: Anknüpfend an die metaphysische Malerei von Giorgio de Chirico und den im Pariser Neoklassizismus ausgerufenen „rappel à l‘ordre“, also die Rückkehr zur Ordnung, lassen die Maler_innen auf ihren Gemälden die Zeit stillstehen.

Sie fügen ihren realistischen Darstellungen eine traumhafte, unheimliche, mitunter verstörende Anmutung hinzu. Hinter dem Vertrauten lauert das Unheimliche, unter der glatten Oberfläche der Abgrund.




Entstanden sind stimmungsvolle Bilder von enormer malerischer Qualität in einnehmenden Farben. Aus einer Beschäftigung mit Künstler_innen des Quattrocento wie Piero della Francesca und deren detailgetreuer Abbildung und perspektivischer Zeichnung, entwickeln die Protagonist_innen des Magischen Realismus‘ Stillleben, Porträts, Szenen des häuslichen Lebens, Architekturdarstellungen und Akte. Hinzu kommt das Spiel mit Masken und Maskeraden, welche die Verwischung der Realität motivisch ins Bild bringen. Anhand der vielfältigen Themengruppen und Motive wird offenbar, dass der Magische Realismus keineswegs eine in sich geschlossen Gruppe von Künstler_innen bezeichnet.


Der vom Kunsthistoriker Franz Roh 1925 geprägte Begriff „Magischer Realismus“, beschreibt eine rätselhafte Atmosphäre, in welcher die Dinge in der Schwebe bleiben: „Mit ‚magisch‘ im Gegensatz zu ‚mystisch‘ sollte angedeutet sein, daß das Geheimnis nicht in die dargestellte Welt eingeht, sondern sich hinter ihr zurückhält.“
 
Die Ausstellung Unheimlich real. Italienische Malerei der 1920er Jahre bringt erstmalig in Deutschland die wichtigen Werke des Magischen Realismus zusammen und macht sie der Öffentlichkeit zugänglich. Damit eröffnet sie die Diskussion über ein bisher hierzulande nur wenig bekanntes Kapitel der europäischen Kunstgeschichte.

Unterstützt durch die National-Bank
Gefördert von der Kunststiftung Essen



Unheimlich real
Italienische Malerei der 1920er Jahre
28. September 2018 – 13. Januar 2019
Eintritt: 8 Euro / 5 Euro
Katalog bei Hirmer: € 39,90
Öffnungszeiten:
Di – So 10 – 18 Uhr
Do und Fr 10 – 20 Uhr
Mo geschlossen
 

www.museum-folkwang.de

 

 

Quelle : Folkwang Museum


 

 

 

 

 
 
 




































































































































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