Jubiläum der Künstlervereinigung
Zu schön, um wahr zu sein
Am 24. Februar 2019 jährt sich zum 100. Mal die Gründung der Künstlervereinigung Das Junge Rheinland.

Laufzeit: 07.02.2019 - 02.06.2019


Am 24. Februar 2019 jährt sich die Gründung der Künstlervereinigung zum 100. Mal. Im „Jungen Rheinland“ versammelten sich Künstler und Intellektuelle der verschiedensten Fachrichtungen, um der Kulturszene nach dem verlorenen Krieg ein Forum zu bieten und die Vernetzung mit Künstlern anderer Regionen in Deutschland und Europa zu befördern. Zu den Protagonisten gehörten die Maler Gert Wollheim, Arthur Kaufmann, Adolf Uzarski, Max Ernst und Otto Dix. Kunsthistoriker wie Karl Koetschau und Walter Cohen sowie die Kunsthändler Alfred Flechtheim und Johanna Ey standen in engem Kontakt zu dieser Vereinigung.

Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - Das Junge RheinlandArthur Kaufmann, Zeitgenossen, 1925
Copyright:VG Bild-Kunst, Bonn, 2019, Foto:Stefan Arendt/ LVR-ZMB

Das „Junge Rheinland“ bestand zwischen 1919 und 1933 und war ein Sammelbecken für zeitweise bis zu 400 Künstlerinnen und Künstlern, die zumeist aus Düsseldorf und der näheren Umgebung stammten. Neben der Malerei, Grafik, Bildhauerei, Design und Architektur waren im „Jungen Rheinland“ auch Dichtung und Schauspielkunst vertreten.

Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - Das Junge RheinlandMax Ernst, Mitglied der Künstlergruppe, beschrieb rück­blickend den gemeinsamen „Durst nach Leben, Poesie, nach Freiheit, dem Abso­luten, nach Wissen“ als „zu schön, um wahr zu sein.“












Max Ernst
die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen: André Breton, Paul Eluard und dem Maler, 1926
Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn, 2019
Foto: Rheinisches Bildarchiv, Köln


Die wechselhafte Geschichte dieser Vereinigung mit mehreren Abspaltungen, inneren und äußeren Konflikten, einer Auflösung mit anschließender Neugründung vermittelt faszinierende Einblicke in die komplexen Beziehungen zwischen avantgardistischer Programmatik, politischem Engagement und dem täglichen Kampf um ein geregeltes Einkommen, von denen das Leben der Künstler in der Weimarer Republik bestimmt war.

Ausstellung: Kunstmuseum Bonn - Das Junge Rheinland Die Geschichte des „Jungen Rheinland“ veranschaulicht eine besonders lebendige Phase der rheinischen Kunstentwicklung. Gerade der interdisziplinäre Charakter und die internationalen Verbindungen des „Jungen Rheinland“ sind von anhaltender Aktualität und bieten Vergleichsmöglichkeiten zum heutigen Kunst- und Kulturleben.




Carl Lauterbach
Karneval, 1929
Copyright: Archiv Carl Lauterbach/ Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf
Foto: Horst Kolberg/ Stadtmuseum Landeshauptstadt Düsseldorf


Das Kernstück der Ausstellung bilden zwölf exemplarisch ausgewählte Künstlerinnen und Künstler, die stellvertretend für eine ganze Reihe von weiteren Mitgliedern des „Jungen Rheinland“ mit einer komprimierten Werkauswahl vorgestellt werden: Heinrich Nauen, Max Ernst, Adolf Uzarski, Gert H. Wollheim, Otto Dix, Karl Schwesig, Walter von Wecus, Wilhelm Kreis, Marta Worringer, Lotte B. Prechner, Carl Lauterbach und Erwin Wendt.





Quelle: Museum Kunstpalast Düsseldorf
Fotos: siehe Bilder

















































































































































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