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Sommerausstellung im Clemens Sels Museum Neuss
Süßkram
Naschen in Neuss - Gesüßte Speisen waren im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit etwas sehr Seltenes.

Laufzeit: 28.07.2019 – 13.10.2019


Und ohne die Römer hätte es sogar noch weniger Süßes am Niederrhein gegeben: Sie machten vor fast 2000 Jahren den Obstanbau in der Region bekannt. Die von ihnen hier erstmals angebauten Äpfel, Pflaumen oder Trauben konnten zu Gelee gekocht und zum Süßen von Speisen verwendet werden.

Ausstellung: Clemens Sels Museum - Süßkram©Clemens Sels Museum Neuss, Süßkram

Im Hochmittelalter brachten dann Kaufleute Rohrzucker aus dem Orient nach Europa. Zucker war zu dieser Zeit ein Luxusgut. Aber wer es sich leisten konnte, aß kandierte Früchte und Nüsse als „Confect“ zum Abschluss eines opulenten Festmahls.

Anfang des 19. Jahrhunderts setzte eine wahre Geschmacksexplosion ein! Mit dem Beginn der Industrialisierung wurde der Zucker immer billiger. Überall im Rheinland entstanden nun Konditoreien, zu deren Spezialitäten vor allem Torten gehörten, so auch in Neuss. 1826 eröffnete hier Carl Herkenrath eine Konditorei, in der er seinen Kunden „Bisquit-, San-, Orangen-, Citron-, Wiener-, Schweizer- und Punsch-Torten aller Art“ anbot.

Ausstellung: Clemens Sels Museum - Süßkram©Clemens Sels Museum Neuss, Pralinenschachtel der Firma Stollwerck, 1930er Jahre

Durch den Anbau der neu gezüchteten Zuckerrübe wurde Zucker ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Produkt, das sich immer mehr Menschen leisten konnten. Von Bonbons über die Milchschokolade bis hin zum Eis strömten zahlreiche neue Süßigkeiten auf den Markt und ermöglichten den Kunden vielfältige Entdeckungen in einem geschmacklichen Neuland.

Am Niederrhein, einem der Hauptanbaugebiete der Zuckerrübe, siedelten sich bald große Süßwarenfirmen an. Neuss wurde dabei zu einem Zentrum der rheinischen Süßwarenindustrie. Zu den namhaften Produzenten gehörte die 1881 gegründete „Zuckerwarenfabrik Otto Mayser“, die vor allem Bonbons und Lutscher herstellte. Internationale Bedeutung erreichte der Kakao- und Schokoladenhersteller Novesia. 1860 von dem Apotheker Peter Ferdinand Feldhaus gegründet, erlebte die Schokoladenfabrik in den 1960er Jahren die Blütezeit ihrer 120-jährigen Geschichte. Zu ihren bekanntesten Produkten gehörte die „Novesia Goldnuss-Schokolade“ mit garantiert 27 ganzen Haselnüssen.




Die Ausstellung ist Teil des Themenjahrs „NEULAND – Terra incognita“ der im Kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerk Rhein-Maas zusammengeschlossenen Museen, Vereine und Archive.

CLEMENS SELS MUSEUM NEUSS
Am Obertor
41460 Neuss

Öffnungszeiten
Di–Sa 11–17 Uhr und So + Feiertag  11–18 Uhr.


TIPP:  Jeden ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt frei !


Weitere Informationen: www.clemens-sels-museum-neuss.de




Quelle und Fotos: Pro Classics GbR, Copyright Clemens Sels Museum Neuss










































































































































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