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Herta Müller. Collagen Der Himmel fällt vom Pferd herab Herta Müller. Collagen
Der Himmel fällt vom Pferd herab  
Herta Müller dichtet seit 30 Jahren "mit Schere und Papier". Die Collagen der Literaturnobelpreisträgerin setzen sich aus Fundstücken zusammen.
 
Laufzeit: 19.09.2020 - 15.11.2020


Losgelöst aus ihren ursprünglichen Kontexten finden ausgeschnittene Wörter und Bilder aus Zeitschriften und Katalogen zwischen Prosa und Lyrik eine neue Verortung. Nun präsentiert die neue Sonderausstellung des Heinrich-Heine-Instituts ausgewählte, zum Teil unveröffentlichte Collagen von Herta Müller, die zwischen 2003 und 2020 entstanden sind. Die Schau "'Der Himmel fällt vom Pferd herab'. Herta Müller. Collagen" ist vom 19. September bis zum 15. November im Institut an der Bilkerstraße 12-14 zu sehen.

Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert in seiner neuen Sonderausstellung ausgewählte, zum Teil unveröffentlichte Collagen von Herta Müller, die zwischen 2003 und 2020 entstanden sind,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert in seiner neuen Sonderausstellung ausgewählte, zum Teil unveröffentlichte Collagen von Herta Müller,
die zwischen 2003 und 2020 entstanden sind
(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
 

Die Collagen Herta Müllers sind Gedicht und Kunstwerk zugleich, spielen sowohl mit der Bedeutung als auch dem individuellen Aussehen, der unterschiedlichen Typografie, Größe und Form der Worte. Herta Müller: "Manchmal glaube ich, dass auch sie in ihren Schubladen warten, wie ich an den Bahnhöfen; dass sie endlich in einen Text einsteigen möchten. Andersmal glaube ich, dass sie froh sind, wieder mal davongekommen zu sein und in der Schublade bei den andern bleiben zu dürfen. Denn eigentlich habe ich sie ja gerettet." Ursprünglich anstelle von Postkarten an Freunde verschickt, haben sich die Collagen längstens als literarisch-künstlerische Ausdrucksform etabliert.


Die Collagen der Literaturnobelpreisträgerin setzen sich aus Fundstücken zusammen. Losgelöst aus ihren ursprünglichen Kontexten finden ausgeschnittene Wörter und Bilder aus Zeitschriften und Katalogen eine neue Verortung,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
Die Collagen der Literaturnobelpreisträgerin setzen sich aus Fundstücken zusammen. Losgelöst aus ihren ursprünglichen Kontexten finden ausgeschnittene Wörter und Bilder aus Zeitschriften und Katalogen eine neue Verortung,
(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
 

Die außergewöhnlichen Texte thematisch festzulegen, ist kaum möglich. In höchst poetischer und gleichzeitig reduzierter Bildsprache erzählen viele Collagen kurze, oft fragmentarische Geschichten vom Leben in der Diktatur und im Exil, von Überwachung und Bespitzelung, Freundschaft und Verrat. Oftmals haben die Texte aber auch Beobachtungen aus dem heutigen Alltag zum Gegenstand, die in einem leise ironischen Ton kommentiert sind.

Die Ausstellung im Heinrich-Heine-Institut präsentiert in zwei Räumen mehr als 120 Originalcollagen von Herta Müller. Die Text-Bild-Kompositionen stammen aus ihren erfolgreichen Buchausgaben, es sind aber auch zum Teil unveröffentlichte Werke darunter. Verschiedene Materialien aus dem Besitz Herta Müllers – darunter tausende ihrer ausgeschnittenen Fundstücke – lassen außerdem den Entstehungsprozess der Collagen nachvollziehbar werden.

Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert in seiner neuen Sonderausstellung ausgewählte, zum Teil unveröffentlichte Collagen von Herta Müller, die zwischen 2003 und 2020 entstanden sind,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer Das Heinrich-Heine-Institut präsentiert in seiner neuen Sonderausstellung ausgewählte, zum Teil unveröffentlichte Collagen von Herta Müller, die zwischen 2003 und 2020 entstanden sind,(c)Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer
 

Kurzbiografie Herta Müller:
Herta Müller, 1953 in dem deutschsprachigen Nitzkydorf/Rumänien geboren, lebt seit 1987 als Schriftstellerin in Berlin. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und ist die Literaturnobelpreisträgerin von 2009. Zuvor erhielt Herta Müller im gleichen Jahr auch die Ehrengabe der Heinrich-Heine-Gesellschaft.





Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller ist am Eröffnungswochenende zu Gast im Maxhaus
Eröffnungswochenende:
Lesung und Gespräch mit Herta Müller
Samstag, 19. September, 19 Uhr

Zu Beginn der Ausstellung findet eine Lesung mit Herta Müller im Maxhaus statt. Im Gespräch mit dem Buchhändler und Literaturexperten Rudolf Müller (Müller&Böhm Literaturhandlung im Heine-Haus) wird die Schriftstellerin einen Einblick in ihre literarische Arbeit und ihr Collagenwerk geben.
Die Karten für diese Veranstaltung sind leider bereits ausverkauft.

Vernissage
Sonntag, 20. September, 11 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Mit einer literarisch-musikalischen Matinee im Heinrich-Heine-Institut wird das Eröffnungswochenende der Ausstellung "Der Himmel fällt vom Pferd herab" komplettiert. Das zweiteilige Programm umfasst eine Einführung in das literarische Schaffen Herta Müllers sowie einen kommentierten Rundgang durch die Sonderschau durch das Kuratorenteam des Heinrich-Heine-Instituts.

Das weitere Begleitprogramm:
Kuratorenführungen durch die Ausstellung
Mittwoch, 14. Oktober, 18 Uhr
Sonntag, 25. Oktober, 14 Uhr
Der Eintritt ist frei.

An zwei Terminen wird Kurator Jan von Holtum im Rahmen des Begleitprogramms durch die Ausstellung führen.

Filmmatinee: "Das Alphabet der Angst"
Sonntag, 15. November, 11 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Zum Abschluss der Ausstellung zeigt das Heinrich-Heine-Institut einmalig den Film "Das Alphabet der Angst" des niederländischen Regisseurs John Albert Jansen. Die Dokumentation aus dem Jahr 2015 gewährt den Zuschauerinnen und Zuschauern einen tiefen Einblick in Herta Müllers Vergangenheit in Rumänien und ihr Werk an den Collagen. Im Anschluss an die Filmmatinee können die Originalkunstwerke in der Ausstellung nochmals betrachtet werden.

Anmeldung für alle Veranstaltungen erforderlich:
Das Platzangebot für alle Veranstaltungen ist begrenzt. Eine verbindliche Anmeldung zu allen Veranstaltungen ist telefonisch unter 0211-8995571 oder via E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! daher erforderlich. Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln nach der Coronaschutzverordnung einzuhalten sowie einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Quelle und Fotos Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gstettenbauer






































































































































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