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Music CD: WMG - Ben Drew alias Plan B |
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„The Defamation of Strickland Banks“ –
Musik-Enfant Terribles Ben Drew
Ben Drew alias Plan B schafft mit neuem Album einen musikalischen Blockbuster
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The Defamation of Strickland Banks klingt nach Motown, Stax und Northern Soul, die durch das Sieb des zeitgenössischen East London gegangen sind. Es ist Smokey Robinson auf geheimnisvolle Art mit Eminem vereinigt. Ein urbanes Märchen, die Geschichte eines Mannes, der Probleme mit dem Erfolg hat und auf die Schnauze fällt. Ein süßes Soul-Häppchen mit rasiermesserscharfen Kanten. Die meisten werden es als das genießen, was es ist: Eine Sammlung großartiger Melodien mit souligen Pop-Hooks, gesungen mit der Stimme eines Engels. Einmal mehr vermischt Plan B verschiedene Genres, erzählt Geschichten und missachtet Erwartungen.
„Strickland ist eine Version von mir, ein Alter Ego“, so Ben über seine Schöpfung. „Er hat mein Alter - 26 -, er sieht aus wie ich und er kommt aus dem East End. Aber er ist ein fitter und beweglicher Typ, wogegen PLAN B eher düster ist. Er gibt mir die Chance, nicht mehr so ernsthaft zu sein und stattdessen meine Liebe zum Soul auszuleben. Es ging darum, einen Charakter zu schaffen, den ich jederzeit wieder zerstören kann, so dass ich meine Art, Geschichten zu erzählen, weiter durchziehen kann.“
„Dieser Typ, Strickland Banks, ist besessen von den Sechzigern und kleidet sich wie ein Motown-Star. Wenn ich also im Hoodie auf der Bühne erschiene, würde das die Leute verwirren, also trag ich einen Anzug. Jeder verdammte Motherf…er in meiner Band wird einen Trilby-Hut tragen. Dies ist ein Film, es geht nur um Unterhaltung. Es erlaubt mir, etwas Spaß zu haben. Versteht mich nicht falsch, ich werde rappen, solange ich kann. Ich werde rappen, bis jemand sagt: Oh Mann, gib mir ne Pause. Aber Soul zu singen, ist jetzt im Moment genau das richtige Ding für mich. So bin ich.“
„Ich habe jede Minute der Arbeit an diesem Album genossen“, schließt Ben Drew. „Ich wollte dem Herzen und der Seele der Musik treu bleiben, sie aber ein bißchen auffrischen. In England haben wir unseren eigenen Weg. Viele Leute denken, ich sei irgendein ignoranter, asozialer Typ. Ich denke, sie werden sehr überrascht sein, dass ich tatsächlich singen kann. Und echt coole Songs schreiben.“
Und das ist mehr als wahr: Seine Single Stay Too Long stieg nach wochenlanger Rotation bei Zane Lowe, Fearne Cotton und Jo Whiley auf Radio 1 auf Platz 9 der UK-Singlecharts ein. Der Track wurde von Paul Epworth produziert (Florence & The Machine, The Big Pink, Friendly Fires) und ist eine sagenhafte Mischung aus Sixties-Beat, Retrosoul, Funk und Rock, angereichert mit einem Rap-Part, der sich anhört, als sei Smokey Robinson kurzzeitig bei Rage Against The Machine eingestiegen.
www.time4planb.de
www.myspace.com/time4planb
www.facebook.com/planbmusic
www.warnermusic.de
http://www.rollingstone.de/news/article.php?article_file=1279550280.txt&showtopic=The Pop Life
Trackliste
01. Love Goes Down [3:52]
02. Writing's On The Wall [3:42]
03. Stay Too Long [3:42]
04. She Said [3:30]
05. Welcome To Hell [4:32]
06. Hard Times [3:57]
07. The Recluse [3:19]
08. Traded In My Cigarettes [4:15]
09. Prayin' [3:47]
10. Darkest Place [4:20]
11. Free [3:42]
12. I Know A Song [3:10]
13. What You Gonna Do [4:10]
Biografie - Auszug
Deine erste Liebe vergisst du nicht! Für Ben Drew war das mit sechs Jahren ein kurzer Flirt mit dem Cartoon-Helden He-Man, aber das war ein Jahr später schon passé, als er Michael Jackson hörte. Ben liebte die Stimme, die Videos, die Choreographien und die kunstvolle Vereinigung von Soul, Funk und Pop. „Er war mein erstes Idol! Ich war besessen von Michael Jackson!“ Später waren es Ian Wright und der FC Arsenal. Dann kamen Jungle und HipHop, The Prodigy und Punkrock. Ben wollte so rebellisch sein wie Johnny Rotten. Es gab einen Versuch, sich in der Schule anzupassen, aber er war damit nur wenig erfolgreich. Stattdessen legte er sich ein dickes Fell zu: „Wenn du in London aufwächst, musst du ziemlich stark sein, du musst die Leute wissen lassen, dass du dich nicht verarschen lässt.“
Ein Teil in Ben blieb dem Soul, mit dem er aufwuchs, allerdings stets treu. Er sang die klassischen Motown-Hits aus dem Radio mit, oder auch bei den seichten R&B-Acts wie Boyz II Men: „Ich fand heraus, dass ich dieses Zeug ganz natürlich mitsingen konnte, uns als ich begann, ernsthaft Songs zu schreiben und mir selbst Gitarre beibrachte, kam ein Soul-Song nach dem anderen dabei heraus. Reine Liebeslieder. Ich war 14 und bis dahin noch nie verliebt gewesen, aber ich hatte eine gute Idee davon, was Liebe sein könnte. Und fast jeder Song hatte das Wörtchen ‚Love’ im Titel.“

Ben wollte, dass die Leute ihn hören, aber keiner hatte Interesse an einem weißen Jungen aus Forest Gate, der peinliche Liebeslieder sang. Er fing an zu rappen, aber das passte auch nicht: „Ich ging diesen ganzen Weg: rappte über mich selbst, nannte meinen Namen und erzählte, wie groß ich bin - all dieser Bravado-Rap. Aber das war scheiße. Kein Mensch interessiert sich dafür, wo Forest Gate liegt und all das. Ich verkauf kein Crack, ich bin kein Lude - wen soll das schon interessieren?“ Dann kam Eminem und zeigte ihm, dass es okay ist, man selbst zu sein und in der Sprache des Londoner East-Ends zu rappen. „Er war brillant, er hat alle Spielregeln geändert. Er beeinflusste nicht nur Rapper, sondern jeden. Er bewies, dass es im HipHop nicht nur um die Ringe, die Kohle oder die Mädels gehen muss.“
In seiner eigenen Sprache und mit seiner Gitarre, begann er die Geschichten von der Welt zu erzählen, in der er aufwuchs. Einige Songs stammen aus seiner persönlichen Erfahrung (Mama Loves A Crackhead), aber die meisten Charaktere in seinen Songs konstruierte er, etwa in Kidz, das vom Mord am Südlondoner Schuljungen Damilola Taylor inspiriert wurde. „Kidz war der erste charakterbasierte Song. Ich hatte das so nicht geplant, ich hörte den Beat und der Text kam einfach. Aber es fühlte sich richtig an. Ich kann eine Botschaft besser vermitteln, wenn ich eine Geschichte erzähle. Von da an wollte ich, dass jeder Song ein eigener Kurzfilm wird.“
Sein raues, aufwühlendes Debüt-Album Who Needs Actions When You Got Words bereitete dem UK-HipHop im Jahr 2006 einen neuen Boden - es war ein lauter, stolzer und mit Obszönitäten gefüllter Schrei der Wut und des Selbstbewusstseins aus East London. Es brachte ihn sogar zur Schauspielerei, als er in Noel Clarkes Film „Adulthood“ einen bösen Jungen aus der Hood spielte, und kurz darauf eine Rolle als Gegenspieler zu Michael Caine im Thriller „Harry Brown“.
„Ich steh darauf, furchtbar böse Figuren zu spielen“, so Ben. „Es ist total langweilig, den Guten zu spielen, und vielleicht ist es eine Art Erleichterung, der Böse zu sein. Je älter ich wurde, und je mehr ich in die Musikindustrie involviert wurde, desto weniger konnte ich noch kämpfen. Ich musste versuchen, die Kontrolle zu behalten. Inzwischen sind die Filmrollen die einzige Gelegenheit geworden, wo ich meinen Ärger loswerden kann.“
Mit der Textzeile “I'll stab you in the eye, yo, With a fucking biro, The same fucking biro you just used to sign your giro, You fucking wino” schockierte Ben die Öffentlichkeit im Jahr 2006, aber inzwischen scheint sich eine gewisse Reife eingestellt zu haben: „Ich bin ganz gut runtergekommen. Ich hab mir klar gemacht, worum es mir eigentlich geht. Ich habe ein Anti-Aggressionstraining machen müssen, weil ich immer wieder in der Zelle gelandet bin. Manche Leute denken, ich bin immer noch ein kleiner, böser Junge, der die Aufmerksamkeit der Leute haben will, indem er wirklich böse und schreckliche Sachen sagt. Aber der bin ich nicht, und ich will, dass die Leute das wissen. Wenn du dir einen Film von Martin Scorsese anguckst, und er genauso war wie der davor, dann fragst du dich ja auch: Und was soll das jetzt? Ich will nicht wie Guy Ritchie dieselbe Sache zweimal machen. Ich bin ein Regisseur, aber ich dreh meine Filme mit Musik - Filme für die Blinden. Mach einfach deine Augen zu und hör dir die Story an.“

Quelle und Fotos: networking-media.de und WMG
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