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Die Rockikone kollaborierte auf dem gitarrenlastigen Album mit dem Musiker, Songwriter und Produzenten Daniel Lanois.
Burbank, Kanada – NEIL YOUNG veröffentlicht sein brandneues Soloalbum Le Noise am 24. September auf Reprise Records. Das acht Songs umfassende Album ist eine Kollaboration zwischen der anerkannten Rockikone und dem Musiker, Songwriter und Produzenten Daniel Lanois, der für seine Arbeit mit U2, Bob Dylan, Peter Gabriel, Brian Eno, Emmylou Harris, Willie Nelson, The Neville Brothers und vielen anderen bekannt ist. Als Produzent oder Co-Produzent gewann Lanois Grammy Awards in den Jahren 1987, 1992, 1997, 2000 und 2001.
Young und Lanois sind sich im Laufe der Jahre mehrere Male über den Weg gelaufen, unter anderem bei Lanois’ Performance bei Youngs Bridge School Benefit Concert oder bei Youngs Farm-Aid-Auftritt, als Lanois Music Director von Willie Nelson war. Dies ist allerdings das erste Mal, dass die beiden zusammen in einem Studio gearbeitet haben: Aufgenommen in Lanois’ Wohnsitz in der Silverlake Area von Los Angeles, kann man auf Le Noise Young an der kustischen und elektrischen Gitarre hören, während Lanois seine bekannten Soundtexturen beisteuert. Eine Mischung, die eins der klanglich umwerfendsten Alben hervorbringt, das Young je aufgenommen hat. Keine Band, keine Overdubs, einfach nur "ein Mann auf einem Stuhl – und ich, der einen guten Job bei der Aufnahme abliefert", wie Lanois es beschreibt.
"Neil hatte unglaublich viel Verständnis für die Klänge, die wir ihm präsentiert haben", erzählt Lanois weiter. "Er kam zur Tür rein und ich drückte ihm eine Akustik-Gitarre in die Hand – eine, an der ich lange gearbeitet hatte, um damit einen völlig neuen Sound zu kreieren. Das ist der vielschichtige Akustik-Sound, den man jetzt auf Songs wie "Love And War" und "Peaceful Valley" hört. Ich wollte, dass er versteht, dass ich Jahre mit der Erschaffung dieser Klänge verbracht hatte und dass ich ihm etwas geben wollte, was er noch nie zuvor gehört hatte. Er griff sich dieses Instrument, das einfach alles hatte – Akustik-Sound, Electronica, Bass-Sounds –, und in dem Moment, als er es spielte, wusste er, dass wir die Akustik-Gitarre auf ein neues Level gehoben hatten. Es ist schwierig, nach 50 Jahren Rock ’n’ Roll einen neuen Sound zu erfinden, aber ich denke, wir haben es geschafft."
Le Noise wird in verschiedenen Formaten veröffentlicht, darunter als Standard-CD, Vinyl, Digital Download und als Deluxe-CD/DVD-Package. Der DVD-Teil, der von Kameramann Adam Vollick eingefangen wurde, wird acht Schwarz-Weiß-Filme enthalten, in denen Young jeden der Songs auf Akustik- oder elektrischer Gitarre live im Studio performt. Im November wird Reprise zudem eine Blu-ray-Edition veröffentlichen, die ebenfalls Lanois und Vollicks wunderschön eingefangene Filmaufnahmen von Young enthält.
Nachdem die Los Angeles Times Le Noise in Lanois’ Haus gehört hatte, schrieb sie: "Das Auffällige an Le Noise ist die Art und Weise, wie es Youngs einzigartige Herangehensweise an Musik zugleich zusammenfasst und herausdestilliert. Im Prinzip gibt es nur Neil und eine Gitarre: Die meiste Zeit peitscht und brennt seine große weiße elektrische Hohlkörper-Gretsch, die ein paar schrammelige Akustik-Instrumente umschließt. Beides wird – wörtlich wie metaphorisch – von Lanois’ Markenzeichen-Geräuschkulisse verstärkt, die den Gesang loopt und die Basslinien der Gitarre durch Verzerrer, Synthesizer und andere elektronische Spielereien anreichert."
Die Tracks auf Le Noise sind:
Walk With Me
Sign of Love
Rescue Me
Love And War
Angry World
Hitchhiker
Peaceful Valley Blvd.
Rumblin'
www.neilyoung.com
de.wikipedia.org/wiki/Neil_Young
www.warnermusic.de
http://www.youtube.com/watch?v=qrbp9Tv9tHw
Neil Young
El Noise
VÖ: 24.09.2010
Label: Reprise Records / Warner Music Germany
Formate: Standard-CD, Vinyl, Digital Download und als Deluxe-CD/DVD-Package
Neil Young - Artikel aus der L.A. Times - 25. August 2010, 11:06 Uhr
Erste Eindrücke von Neil Youngs Le Noise (nach einer Listening Session in Daniel Lanois’ Haus) In nahezu jeder Dekade seit Beginn seiner Solokarriere 1968 hat der kanadische Rocker Neil Young ein Album veröffentlicht, mit dem er sich selbst neu erfunden und seinen eigenen Einsatz erhöht hat. 1969 war es sein Zweitwerk "Everybody Knows This Is Nowhere", auf dem er erstmals mit der Band Crazy Horse zusammenkam. 1979 zeigt er sich auf „Rust Never Sleeps“ stark vom Punk Rock beeinflusst, während 1989 „Freedom“ hervorbrachte, in dem er seine heutige Rolle als Advokat über die Befindlichkeit des Landes einnahm – als Botschafter dessen, was richtig und was falsch läuft in Amerika.
"Silver & Gold", das 1999 aufgenommen wurde, aber erst im April 2000 das Licht der Welt erblickte, erreichte zwar nicht den epochalen Status jener Werke, doch mit Le Noise, das am 28. September dieses Jahres erscheint, läutet Young nun abermals eine bedeutsame neue Dekade ein – und das nur ein paar Monate später, als sein bisheriges Release-Schema „letztes Dekadenjahr“ vorgibt.
Der Albumtitel ist ein augenzwinkernder Gruß an seinen Kollaborateur, den Musiker, Songwriter und Produzenten Daniel Lanois, der das Album am Dienstagabend ein paar Freunden, Musikjournalisten, Bloggern und Stammgästen der L.A.-Musikszene erstmals in seinem Hause vorführte, von dem aus man den Stadtteil Silver Lake überblicken kann.
Die versammelte Gruppe zwängte sich in das Wohnzimmer seiner Villa, die aus dem frühen 20. Jahrhundert stammt – ein perfektes freiwilliges Gefangenenpublikum für Youngs subtil-subversive Methode, den Hörer dazu zwingen, das Album beim ersten Hördurchgang so zu erleben, wie er sich das vorstellt: auf einem erstklassigen Soundsystem, im Dunkeln, ohne Ablenkungen.
Das Auffällige an Le Noise ist die Art und Weise, wie es Youngs einzigartige Herangehensweise an Musik zugleich zusammenfasst und herausdestilliert. Im Prinzip gibt es nur Neil und eine Gitarre: Die meiste Zeit peitscht und brennt seine große weiße elektrische Hohlkörper-Gretsch, die ein paar schrammelige Akustik-Instrumente umschließt. Beides wird – wörtlich wie metaphorisch – von Lanois’ Markenzeichen-Geräuschkulisse verstärkt, die den Gesang loopt und die Basslinien der Gitarre durch Verzerrer, Synthesizer und andere elektronische Spielereien anreichert.
Die acht Songs reisen von der elektrifizierten Träumerei "Walk With Me" über das offenherzig autobiografische "Love And War" zum kampflustigen "Angry World" bis hin zum akustischen, gitarrenlastigen "Peaceful Valley", einem epischen Trip durch den Wilden Westen Amerikas, der Young seit jeher fasziniert hat. Der Verlust zweier enger Freunde im vergangenen Jahr – Filmemacher Larry "L.A." Johnson und Multi-Instrumentalist Ben Keith – hat sich zweifelsohne auf die Kraft ausgewirkt, die Young in das neue Material investiert hat, das man, so Lanois, "vier volle Monde lang" zusammen geschmiedet hat. Bei "Love And War", das mit klassischer Gitarrenbegleitung daherkommt, versucht Young einmal mehr, den Sinn bewaffneter Konflikte zu verstehen:
I see a lot of young men go to war
And leave a lot of young brides behind
I see em try and explain it to their kids
I see a lot of them failing
Es gelingt ihm, ein wenig Leichtigkeit einzuspeisen, indem er hinzufügt:
I sang for justice, but I hit a bad chord
But I still try to sing about love and war
"Angry World" untersucht die unterschiedlichen Pfade, auf denen Young die Menschen in dieser Welt wandeln sieht: "Some see life as hope eternal/Some see life as a business plan." Doch unabhängig davon, welchen Plan normale Sterbliche bei ihrer Sinnsuche verfolgen, schließt er: "No doubt everything will go as planned" und kehrt damit zum zentralen Thema des Songs über die wütende Welt zurück – Gedanken, die er in seiner unverwechselbaren leichten Tenorstimme ausspuckt.
Die Songs strotzen nur so vor Energie: Wut, Leidenschaft, Liebe, Selbstzweifel, Bedauern, Hoffnung – Emotionen, die viel reiner erscheinen, wenn sie ohne Percussion, Keyboards, Streicher oder andere Instrumente ausgedrückt werden, sondern lediglich mit Youngs Stimme und Gitarre.
Lanois sagte, das Projekt habe als rein akustisches Album begonnen. Doch diese Idee hielt nicht lange stand, als der Produzent begann, Young anzustacheln, wirklich das aus sich herauszuholen, was in seinem Kopf umherspukte und auf seinem Herz lag. "Er hat die Fähigkeit, wirklich tief in sich hineinzuhorchen", erklärte Lanois während einer Pause, bevor das Album ein weiteres Mal gespielt wurde – dieses Mal begleitet von körnigem Filmmaterial, das Young beim Singen der Vocals zeigt. "Die Idee mag offensichtlich erscheinen", erklärt er, "aber wir beschlossen, Neil einfach nur dabei zu filmen, wie er jeden Ton live singt". Youngs Manager, Elliot Roberts, kündigte an, dass Le Noise in einer Vielzahl verschiedener Formate veröffentlicht werde, um Youngs anhaltender Erforschung und Ausbeutung neuer Technologien gerecht zu werden. Der Film wird zuerst über Video-on-Demand-Portale und Netflix verfügbar sein und in irgendeiner Form auch für Mobiltelefone. Die Musik erscheint auf CD und Vinyl und wird dem Film auf Blu-ray-Disc Gesellschaft leisten – jenem Musikliebhaber-Format, dem sich Young in letzter Zeit verschrieben hat.
Fleißig haben sich Young und sein Label auf der Suche nach Material für sein gewaltiges "Archives"-Anthologie-Projekt (Volume 2 soll 2012 erscheinen, verriet Roberts an besagtem Dienstag) unlängst durch die Kellergewölbe gegraben und in den vergangenen Jahren zudem einzelne Neuauflagen veröffentlicht. Umso schöner ist es nun zu erkennen, dass Young mit Le Noise einen weiteren schroffen Rock-Klassiker abgeliefert hat, der den anderen ab jetzt Gesellschaft leistet.
-- Randy Lewis
Quelle: networking Media
Reprise Records/Warner Music Germany - Neil Young
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