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Deutsche Oper am Rhein 2019/2020Die Spielzeit 2022/23
Saisonprogramm für Düsseldorf und Duisburg
Nach zwei Spielzeiten unter ständig wechselnden Pandemiebedingungen steht die Saison 2022/23 unter neuen Vorzeichen.

Die Deutsche Oper am Rhein präsentiert wieder große Opern- und Ballettabende, Kraft und Klang ihrer großen Ensembles und sinnliche Erlebnisse, an deren Intensität wir uns gerade erst wieder gewöhnen. Mit einem Theaterfest am Samstag, 20. August 2022, im Opernhaus Düsseldorf und dem HANIEL Klassik Open Air am Freitag, 2. September 2022, auf dem Opernplatz in Duisburg begrüßt sie ihr Publikum zur neuen Spielzeit. Auf dem Programm stehen rund 250 Vorstellungen allein auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg – 25 verschiedene Opern, zehn Ballettprogramme, kleinere und größere Konzertformate, Galaveranstaltungen. Ihrem jungen Publikum begegnen Oper und Ballett am Rhein nicht nur in den beiden großen Häusern: An vier verschiedenen Orten in Duisburg und Düsseldorf wird das „UFO – Junge Oper Urban“ zum Spielort und Treffpunkt für neues Musiktheater.

Zehn Opernpremieren und sechs Neuproduktionen im Opernprogramm
Zehn Premieren stehen im Mittelpunkt einer Opernsaison, die große Stoffe zeitgenössisch interpretiert und in neuen, spannenden Regiehandschriften vorstellt. Drei der Opernwerke sind zum ersten Mal in der 66-jährigen Aufführungsgeschichte der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Die erste Premiere im Opernhaus Düssel¬dorf ist Giuseppe Verdis dämonisch-dunkler „Macbeth“ am 4. September 2022. Die Inszenierung von Michael Thalheimer legt das pulsierende Herzstück jeder Szene offen und duldet keine Ablenkung, kein Entkommen aus der tödlichen Spirale der Gewalt. Nach der Duisburger Premiere am 12. Juni 2022 dirigiert Antonino Fogliani das klanggewaltige Werk in Düsseldorf, der isländische Bariton Hrólfur Sæmundsson ist Macbeth.

Die erste der sechs Neuproduktionen hat am 2. Oktober 2022 im Theater Duisburg Premiere: Im Anschluss an Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ und „Tristan und Isolde“ präsentiert die Deutsche Oper am Rhein nach mehr als 20 Jahren eine szenische Neuinterpretation seiner romantischen Oper „Der fliegende Holländer“. Regisseur Vasily Barkhatov lenkt den Blick auf Senta und erzählt das Seelendrama einer Frau, deren Liebessehnsucht die eng gesteckten Grenzen der Gesellschaft sprengt. Patrick Lange übernimmt die Musikalische Leitung der Duisburger Philharmoniker und des mit Hans-Peter König/Thorsten Grümbel (Daland), Gabriela Scherer (Senta), Norbert Ernst (Erik) und James Rutherford (Holländer) besetzten Ensembles.

Mit „Die Jungfrau von Orléans“ stellt die Deutsche Oper am Rhein ihrem Publikum nach „Pique Dame“ (Spielzeit 2018/19) ein weiteres großes Opernwerk von Peter Iljitsch Tschaikowsky vor. Die effektvolle Grand Opéra ist ab 3. Dezember 2022 ¬– zum ersten Mal in der Geschichte der Deutschen Oper am Rhein – im Opernhaus Düsseldorf zu sehen. FAUST-Preisträgerin Elisabeth Stöppler, die im Dezember 2021 Bachs „Weihnachts¬oratorium“ in „Szenen einer schlaflosen Nacht“ auf die Düsseldorfer Opernbühne brachte, befragt die Figur der legendären Jungfrau von Orléans: Wer ist die junge Frau, die gottberufen in die Schlacht gegen die Belagerung zieht und zur Ikone wird ? Was bewegt die Kämpferin, die sich in der Begegnung mit dem blutigen Krieg und der Liebe zu Lionel, ihrem Feind, radikal den Frieden auf ihre Fahne schreibt? Maria Kataeva gibt ihr Rollendebüt als Johanna von Orléans – Péter Halász übernimmt die Musikalische Leitung.

Francesco Cileas Oper „Adriana Lecouvreur“ kommt am 14. Januar 2023 nach ihrem großen Erfolg in Düsseldorf im Theater Duisburg auf die Bühne. Regisseur und Ausstatter Gianluca Falaschi lenkt den Blick hinter die Kulissen und in die Gefühlswelt einer großen Diva auf dem fragilen Zenit ihrer Popularität: Adriana Lecouvreur (Liana Aleksanyan) begegnet uns in der Kunst- und Traumwelt des Theaters im Stil der Goldenen Ära Hollywoods. Péter Halász führt durch die melodien- und farbenreiche Partitur, die mit ausdrucksvoll-geschmeidigen Gesangspartien stellenweise schon die frühe Film¬musik vorwegzunehmen scheint.

Zum ersten Mal in der Aufführungsgeschichte der Deutschen Oper am Rhein kommt Vincenzo Bellinis „La sonnambula“ am 26. Februar 2023 auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Adela Zaharia debütiert als Schlafwandlerin Amina in einer weiteren Titelpartie des Belcanto-Fachs und wird an der Seite von Edgardo Rocha (Elvino) die Feinheit und außerordentliche Gefühlstiefe der Musik ausloten. Antonino Fogliani hat die Musikalische Leitung inne. Zwischen schönsten Koloraturen und schwelgerischen Melodien beschreibt das Motiv des Schlafwandelns einen Eskapismus, der die Sehnsucht nach Freiheit und Aufbruch schmerzlich deutlich macht. Diesen nachtwandlerischen Topos zwischen Idyll und Absturzkante wird Johannes Erath für die Bühne erzählen. Der Regisseur wird für seine bildreichen fein- und scharfsinnigen Arbeiten geschätzt – an der Deutschen Oper am Rhein begeisterte er im September 2020 mit dem szenisch-musikalischen Abend „Vissi d’Arte“.

Als weitere Neuproduktion kommt „Die tote Stadt“ von Erich Wolfgang Korngold am 16. April 2023 im Opernhaus Düsseldorf und am 17. Juni 2023 im Theater Duisburg zur Premiere. Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt die Musikalische Leitung in Düsseldorf – Harry Ogg, ab August 2022 neuer Kapellmeister an der Deutschen Oper am Rhein, in Duisburg. Mit der üppigen Farbenpracht des spätromantischen Orchester¬apparats illustriert der spätere Hollywood-Komponist im Stil einer Traumerzäh¬lung einfühlsam den schmerzhaften Prozess eines trauernden Mannes, der die Vergangenheit loslassen muss, um für die Zukunft bereit zu sein. Der amerikanische Regisseur Daniel Kramer, der sich mit seinen atmos¬phärisch dichten Arbeiten international einen Namen gemacht hat, ist zum ersten Mal an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast, um das geschickt zwischen Traum und Wirklichkeit, erstarrter Liebe und lebenssprühender Sinnlichkeit changierende Werk in Szene zu setzen. In den Hauptrollen: Corby Welch (Paul) und Nadja Stefanoff (Marietta).

Gleich zwei neue Stücke für junges Publikum ab 8 Jahren kommen auf die großen Bühnen der Deutschen Oper am Rhein: Die renommierte Komponistin und Leiterin der Musik-Biennale Venedig Lucia Ronchetti vertont im Auftrag der Jungen Opern Rhein Ruhr Erich Kästners 1933 erschienenen Kinderbuchklassiker „Das fliegende Klassenzimmer“ – eine unsterbliche Liebeserklärung an die Freundschaft. Ungeachtet aller Alters- und Standesunterschiede halten Kästners warmherzig gezeichneten, kleinen und großen Held*innen in guten wie in schweren Zeiten zusammen. Ilaria Lanzino inszeniert das neue Werk – die von Patrick Francis Chestnut geleitete Uraufführung ist ab 14. Mai 2023 im Theater Duisburg zu erleben. Schon am 14. Oktober 2022 kommt Moritz Eggerts ebenfalls im Rahmen der Jungen Opern Rhein Ruhr entstandene Familienoper „Iwein Löwenritter“ im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne. Die fantasievolle Geschichte von Felicitas Hoppe (Libretto: Andrea Heuser), die auf einem mittelalterlichen Ritter-Epos basiert, erzählt von Freundschaft und Liebe, die auch in der Welt der Ritter letztlich wichtiger sind als Ehre, Kampf und Abenteuer. Nach ihrer Uraufführung am Theater Bonn kommt die Inszenierung von Aron Stiehl in Düsseldorf zur Premiere. Harry Ogg dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Auch Jules Massenets „Hérodiade“, die sechste Opernproduktion der Saison, ist eine Neuentdeckung für das Ensemble und Publikum der Deutschen Oper am Rhein: Das spektakulär farbenreiche Klangjuwel kommt am 27. Mai 2023 zum allerersten Mal auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Den Stoff für sein 1881 uraufgeführtes Werk bezog Massenet aus den Legenden um die judäische Prinzessin Salome, die viele Künstler seiner Zeit faszinierte. Nach einer Erzählung von Gustave Flaubert stellt er – anders als später „Salome“ von Richard Strauss – deren Mutter ins Zentrum des Geschehens: Hérodiade, die ihre Tochter in Rom zurück¬gelassen hat, um ihren Schwager Hérode zu heiraten, verliert am Ende alles – ihre Macht, wegen der sie zur kalten Mutter geworden war, und ihre Tochter, deren Liebe sie hätte erlösen können. Regisseur Lorenzo Fioroni ist erstmals an der Deutschen Oper am Rhein zu Gast. Unter der Musikalischen Leitung von Marc Piollet debütiert Ramona Zaharia in der Titelpartie.

Opernrepertoire, Galas und Konzertformate
Zu den Premieren kommen 16 Wiederaufnahmen aus dem großen Repertoire der Deutschen Oper am Rhein, darunter große Inszenierungen, die unter den Corona-Bedingungen der vergangenen zwei Jahre lange nicht gezeigt werden konnten. Los geht es 20. und 21. August 2022 mit Donizettis Opern „L’elisir d’amore“ im Opernhaus Düsseldorf und „Lucia di Lammermoor“ im Theater Duisburg. Nach langer Zeit kehren auch Donizettis „La Fille du Régiment“ und Puccinis „Turandot“ und mit Johann Strauß‘ „Fledermaus“ eine der beliebtesten Operetten auf die Düsseldorfer Bühne zurück. „Die Zauberflöte“ in der weltweit gefeierten Inszenierung von Barrie Kosky und dem britischen Theaterkollektiv „1927“ ist wieder im Programm, mit „Siegfried“ wird die Wiederaufnahme von Wagners „Ring des Nibelungen“ fortgesetzt. Kleine und größere Konzertformate wie „Comedian Harmonists in Concert“, die Liedmatineen oder das „Rendezvous um halb 8“ sowie festliche Gala- und Benefiz-Veranstaltungen ergänzen den Spielplan. Sebastian Koch und Daniel Hope gastieren im März 2023 mit ihrem Programm „Paradies“ im Opernhaus Düsseldorf.


ENTDECKEN: Junge Oper am Rhein, UFO – Junge Oper Urban, Tanz mit!
Äußerst vielfältig ist das Musiktheater- und Ballett-Angebot für Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene: Zusätzlich zu den Familienopern „Iwein Löwenritter“ und „Das fliegende Klassenzimmer“ sind in der Spielzeit 2022/23 sieben mobile Produktionen am Start, von denen vier ihre Uraufführung erleben. Großen Anteil an diesem breiten Angebot hat das Projekt „UFO – Junge Oper Urban“, das über drei Jahre vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammen¬arbeit mit dem NRW KULTURsekretariat gefördert wird: Als mobiler Theaterraum für 25 Zuschauer*innen schlägt das UFO an vier weiteren Orten im Stadtraum von Duisburg und Düsseldorf auf, um direkt vor Ort und in Interaktion mit den Anwohner*innen neues Musiktheater zu entwickeln und mit Künstler*innen der Oper und des Ballett am Rhein zu präsentieren. Darüber hinaus lädt die Junge Oper am Rhein zum Mitmachen ein – in der Schule und in der Freizeit, mit der Familie oder mit Gleichaltrigen.

In dem von Demis Volpi neu ins Leben gerufenen Tanzvermittlungsprogramm „Tanz mit!“ sind unter der Leitung von Tänzer und Tanzpädagoge Michael Foster neue interaktive Formate entstanden, die allen Interessierten einen niederschwelligen Zugang in die Welt des Tanzes bieten. Zu einem beliebten Event hat sich beispielsweise das Format „Leichter getanzt als gesagt“ entwickelt, das in der kommenden Saison sein Publikum wieder ins UFO einlädt. Nach dem spielerischen Prinzip der stillen Post befeuern sich dabei Sprache und Tanz gegenseitig, was bei allen Teilnehmenden für immer neue Erkenntnisse und vor allem für jede Menge Spaß sorgt. Tanzinteressierte finden Formate rund um die Ballettprogramme, in denen sie in direkter Nähe zu den Tänzer*innen der Compagnie in Gesprächen und Workshops tiefere Einblicke in die Hintergründe der Choreographien nehmen können.

Quelle Deutsche Oper am Rhein


Deutsche Oper am Rhein 2019/2020Die Spielzeit 2021/22
Saisonprogramm für Düsseldorf und Duisburg
Mit Vorfreude und Optimismus blickt die Deutsche Oper am Rhein auf die Spielzeit 2021/22.

Verbunden mit der Zuversicht, die kommende Saison ohne pandemiebedingte Unterbrechungen und mit zunehmend weniger Einschränkungen gestalten zu können, plant sie ab 3. September rund 260 Opern- und Ballett-Vorstellungen auf den beiden großen Bühnen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg.

 Spielzeitheft 2021/22 und das Rückschau-Magazin „Alles bleibt anders“
Das Spielzeitheft 2021/22 und das Rückschau-Magazin „Alles bleibt anders“ (März 2020 – Mai 2021).
FOTO: Andreas Endermann

Durch eine Fülle spannender Neuproduktionen, die bisher noch nicht gezeigt werden konnten, ist die Premierenvielfalt diesmal besonders groß: Mit Premieren von elf Opern- und sieben Ballettproduktionen, zwölf Werken aus dem Opernrepertoire, Gala- und Sonderveranstaltungen beider Sparten will sich die Deutsche Oper am Rhein ihre beiden großen Bühnen Stück für Stück zurückerobern. Erneut gewachsen ist das Angebot für Kinder und Jugendliche: Sie können Musiktheater und Tanz auf den großen und kleinen Bühnen beider Häuser, in Kitas und auf Schulhöfen erleben. Das neue Projekt „UFO – Junge Oper Urban“ macht mit seiner eigenen mobilen Spielstätte an vier verschiedenen Orten in Düsseldorf und Duisburg Station und feiert vier Uraufführungen.

Eröffnet wird die Saison mit einer spartenübergreifenden Produktion von Oper und Ballett: Béla Bartóks Meisterwerk „Herzog Blaubarts Burg“ kommt in einer Inszenierung von Ballettdirektor Demis Volpi am 10. September 2021 in Düsseldorf zur Premiere. Gemeinsam mit Tänzerinnen und Tänzern des Ballett am Rhein loten die Gesangssolisten Dorottya Láng (Judith) und Bogdan Taloş (Blaubart) das poetische Seelendrama aus. Generalmusikdirektor Axel Kober dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Zur Premiere von „Meister Pedros Puppenspiel“ öffnet sich der Vorhang am 24. September 2021 im Opernhaus Düsseldorf und am 17. Oktober 2021 im Theater Duisburg. Die Familienoper von Manuel de Falla, in der Don Quijote zum äußerst aktiven Zuschauer einer Marionetten-Aufführung wird, kommt in Zusammen¬arbeit mit dem Düsseldorfer Marionettentheater auf die Bühne. Inszeniert von Ilaria Lanzino und Torge Möller (fettFilm) verschmelzen Musik und Gesang, Puppenspiel und Live-Video zu einem zauberhaften Theater auf dem Theater.

Nur zwei Mal konnte Mieczysław Weinbergs freudvoll-abgründiges Stück „Masel Tov! Wir gratulieren!“ im Herbst 2020 im Opernhaus Düsseldorf gezeigt werden. Der jüdisch-polnische Komponist zeigt sich hier von seiner heiteren Seite und spielt zwischen Vaudeville und tragikomischen Momenten mit seinen musikalischen Wurzeln. Philipp Westerbarkei hat die Opernentdeckung in atmosphärischen Bildern inszeniert und bringt sie am 25. September unter der musikalischen Leitung von Ralf Lange im Theater Duisburg zur Premiere.

Im Theater Duisburg feiert die Oper am 31. Oktober 2021 auch die Premiere von „Tristan und Isolde“. Axel Kober dirigiert Richard Wagners großes Liebesepos in einer eigens für die Deutsche Oper am Rhein erstellten Fassung von Eberhard Kloke. Die Inszenier¬ung von Dorian Dreher lässt die Klangebenen und Spannungsmomente der Musik nicht nur hör- sondern auch sichtbar werden. Anders als bei der im Juni gezeigten Premiere in Düsseldorf kommen in Duisburg die drei Aufzüge des Stücks an einem Abend zur Aufführung. Klanglich umgeben von den Duisburger Philharmo¬nikern, sind Daniel Frank als Tristan, Alexandra Petersamer als Isolde und Hans-Peter König als König Marke zu erleben.

Im Opernhaus Düsseldorf kommt am 9. Oktober 2021 Mozarts Polit-Oper „La clemenza di Tito“ in der Inszenierung von Michael Schulz zur Premiere. Unter der musikalischen Leitung der Ersten Kapellmeisterin Marie Jacquot verkörpern Jussi Myllys (Titus), Maria Kataeva (Sextus) und Sarah Ferede (Vitellia) Mozarts psychologisch gewebte Figuren, die in den zermürbenden Zwiespalt zwischen Staatsräson und persönlichem Empfinden stürzen.

Kurz vor Weihnachten – die Premiere ist am 11. Dezember 2021 – wird die Regisseurin und FAUST-Preisträgerin Elisabeth Stöppler in Düsseldorf ein ungewöhnliches Opernprojekt realisieren. Sie erzählt das Weihnachtsoratorium in „Szenen einer schlaflosen Nacht“ und stellt das populärste aller geistlichen Vokal-werke von Johann Sebastian Bach in einer szenischen Fassung auf die Opernbühne: Ein Kind, dessen Geburt Erlösung verspricht, kommt heute, mitten in der Stadt, gleich nebenan zur Welt. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer, löst unterschiedlichste Reaktionen aus und setzt eine ganze Stadtgesellschaft in Bewegung. In der klaren, innigen und sinnlichen Musiksprache Johann Sebastian Bachs kommen verschiedene Stimmen zu Wort, die unmittelbar auf ein Ereignis reagieren, das damals wie heute ‚Neuanfang‘ bedeutet. Unter der Leitung von Axel Kober kommen alle sechs Kantaten des Weihnachts-oratoriums in einer musiktheatralen Fassung für vierzehn Solist*innen und  den Chor der Deutschen Oper am Rhein zur Aufführung.

Orpheus liebt Eurydike? – Mitnichten! Jacques Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt“ ist ein sinnen-freudiges Operetten-Spektakel, das die antike griechische Mythologie gehörig auf den Kopf stellt. In der gefeierten Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und der Komischen Oper Berlin und inszeniert von Barrie Kosky kommen die eskapistischen Abenteuer der göttlichen Hallodris am 19. Februar 2022 auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Marie Jacquot übernimmt die musikalische Leitung der mit dem Schauspieler Max Hopp (John Styx), Andrés Sulbarán (Orpheus) und Elena Sancho Pereg (Eurydike) prägnant besetzten französischen Operette.

Nach ihren hochspannenden Inszenierungen von Richard Strauss‘ „Salome“ und „Arabella“ für die Deutsche Oper am Rhein lenkt die  international tätige Regisseurin Tatjana Gürbaca ihren Blick in dieser Spielzeit auf das Werk des tschechischen Komponisten Leoš Janáček: Ihre Inszenierung von „Katja Kabanowa“ hat am 5. März 2022 Premiere im Theater Duisburg. Die Neuproduktion entsteht im Schulterschluss mit dem Grand Théâtre de Genève. In Genf beschäftigt sich Tatjana Gürbaca im Anschluss mit Janáčeks Oper „Jenůfa“, welche später auch an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben ist. Generalmusikdirektor Axel Kober leitet die Duisburger Philharmoniker und ein mit Sylvia Hamvasi (Katja Kabanaova), Renée Morloc (Kabanicha), Matthias Klink (Tichon) und Daniel Frank (Boris) markant besetztes Ensemble.

Ebenfalls in Duisburg hat am 12. Mai „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann Premiere – Christoph Stöcker übernimmt die musikalische Leitung. Für seine im Konzentrationslager Theresienstadt komponierte Parabel über absolute Macht, Todesangst und ihre Überwindung haben Ilaria Lanzino (Inszenierung) und Emine Güner (Bühnenbild und Kostüme) eindrückliche Bilder gefunden. Dank der Opern-Ausstrahlung über das europäische Netzwerk OperaVision fand die Produktion in der Spielzeit 2020/21 nach ihrer Premiere in Düsseldorf auch international große Beachtung.

Zwei Neuproduktionen großformatiger Opern sind im Frühling 2022 geplant: Umberto Giordanos opulent vertontes Liebesdrama „Andrea Chénier“ kommt am 14. Mai 2022 im Opernhaus Düsseldorf zur Premiere. Dmitri Bertman, Intendant der Helikon-Oper Moskau, der in der Spielzeit 2015/16 Rimski-Korsakows Opernsatire „Der goldene Hahn“ in Düsseldorf inszenierte, kehrt als Regisseur an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung, der Tenor Sergey Polyakov die Titelpartie.

Als letzte Neuproduktion der Spielzeit hat Verdis Oper „Macbeth“ am 12. Juni Premiere im Theater Duisburg. Der renommierte Schauspiel-Regisseur Michael Thalheimer beschäftigt sich nach seiner eindringlichen Interpretation von „Otello“ in einer Koproduktion mit der Opera Vlaanderen erneut mit einem von Verdi vertonten Shakespeare-Drama: Woher kommt die Gewalt im Menschen? Wie das Gift, das Jago dem anfechtbaren Otello einträufelt, spiegeln jetzt die Prophezeiungen der Hexen die menschlichen Triebe, die sich entladen und zu Wahnsinn und Tod führen. Stefan Blunier dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

Junge Oper am Rhein
Das vielfältige Musiktheater-Angebot für Kinder ab 4 Jahren, Jugendliche und junge Erwachsene ist erneut gewachsen. Zusätzlich zur Premiere von „Meister Pedros Puppenspiel“ kehren zwei Familienopern auf die großen Bühnen zurück: Xavier Montsalvatges Märchenoper „Der gestiefelte Kater“ und Jörn Arneckes „Ronja Räubertochter“ nach der berühmten Erzählung von Astrid Lindgren.
Als mobile Produktion kommt „T.R.A.S.H“ zur Aufführung, eine Oper, die Jugendliche im Rahmen des Projekts „Opernmacher 2.0“ unter professioneller Anleitung selbst entwickelt, getextet, komponiert und ausgestattet haben. Neu ist auch „Der Kiosk“ für Kinder ab 5 Jahren: Das farbenreich klingende Werk, das die junge mexikanische Komponistin Diana Syrse im Auftrag der Deutschen Oper am Rhein geschaffen hat, feiert in der Regie von Ilaria Lanzino im März 2022 im Foyer des Düsseldorfer Opernhauses Premiere.

Schon zu Beginn der Spielzeit setzt das Projekt „UFO – Junge Oper Urban“ zur Landung an. Mit einer eigens entwickelten temporären Spielstätte und in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl internationaler Künstler*innen entwickelt das Projekt neues Musiktheater für und mit Kindern. Es wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammen¬arbeit mit dem NRW KULTURsekretariat gefördert. Im September macht das UFO Station vor dem Duisburger Hauptbahnhof, später setzt es auch an weniger zentralen Orten wie Garath und Bruckhausen mit einem vielfältigen Programm aller Sparten soziokulturelle Akzente. Zusätzlich zu den Aufführungen für junges Publikum bietet die Junge Oper am Rhein  zahlreiche Mitmach-Projekte, Werkstätten und ein umfangreiches Vermittlungsprogramm an.


Das neue Spielzeitheft ist ab 29. Juni im Opernshop Düsseldorf und an der Theaterkasse Duisburg erhältlich und online auf www.operamrhein.de zu finden
(Download: https://www.operamrhein.de/de_DE/spielzeit-2021-22).
Ebenfalls ab 29. Juni ist das Magazin „Alles bleibt anders“ erhältlich – ein Rückblick auf Oper und Ballett in der Corona-Zeit (Infos und Download: https://www.operamrhein.de/de_DE/alles-bleibt-anders).

Der Vorverkauf für die kommende Spielzeit erfolgt schrittweise – am 19. August für die September und Oktober. Schriftliche Reservierungen, zu späteren Zeitpunkten in Buchungen umgewandelt werden, sind schon jetzt schon möglich.

Der Opernshop Düsseldorf und die Theaterkasse Duisburg sind auch während der Theaterferien montags bis samstags von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen: Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211-89 25 211), Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203-283 62-100), www.operamrhein.de.
 










































































































































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